Beitrag zur Blogparade: Mit digitalen Medien besser lernen?

Dieser Post ist unser Beitrag zur Blogparade: Mit digitalen Medien besser lernen, zu der Christian Ebel über Twitter aufgerufen hat.

Für eine ausführliche Darstellung unserer Ziele und Erkenntnisse im Umgang mit digitalen Medien sei auf unsere  Projektbeschreibung verwiesen. Anbei in loser Folge einige ergänzende Anmerkungen, die sich aus den bisherigen Erfahrungen mit dem iPad als Unterrichtsmedium ergeben haben:

  1. Eine große Chance sehen wir darin, die knappe Zeit im Plenum sinnvoller und effizienter nutzen zu können, da durch digitale Übungen mit automatisiertem Feedback (z. B. LearningApps, Moodle-Tests, …) ineffektive (da kaum individualisierte) Vergleichs- und Sicherungsphasen gespart werden können (z. B. zähe Übersetzungsvergleiche im Lateinunterricht: http://www.dgipad.net/blog/2014/12/5/bersetzungsarbeit-mit-baiboard).
  2. Größere Transparenz und Interaktion: Es ist durch digitale Anwendungen sehr viel einfacher, den Entstehungsprozess von Schülerarbeiten mit zu verfolgen und die Lerner bereits in frühen Phasen durch korrigierendes Feedback zu unterstützen (z. B. http://www.dgipad.net/blog/2015/2/20/bertretungsstunden-in-der-ipad-klasse). M. E. bequemer und effizienter, als regelmäßig Hefte einzusammeln. Zudem sind digitale Korrekturen nicht fix verankert, sondern können die Schüler vielmehr dazu ermutigen, ihre Arbeitsergebnisse weiter zu optimieren.
  3. Liegen die Unterrichtsmaterialien in digitaler Form vor, wird zum einen das Taschengewicht erheblich reduziert, zum anderen kann man sich darauf verlassen, dass diese auch in Vertretungsstunden vorliegen und die Unterrichtszeit effizient genutzt wird. Die Ausrede “Ich wusste aber nicht, dass heute Mathe ist…” zählt nicht mehr.
  4. Es ist viel einfacher und bequemer, nicht anwesenden Schülern Unterrichtsmaterialien und Arbeitsaufträge zukommen zu lassen, um den Anschluss an den Schulstoff zu gewährleisten.
  5. Es ist einfacher, (so man es denn will), die Lehrer-Schüler-Kommunikation über die Präsenzphasen hinaus zu ermöglichen. Gerade bei Lerngruppen, die man nicht häufig sieht, eigentlich ein Muss (z. B. Projekt-Seminare mit nur einer wöchentlichen Sitzung).
  6. …und schließlich: Digitales Lernen setzt zuverlässig funktionierende und einfach zu bedienende Technik voraus. Ist diese nicht gegeben, führt das unweigerlich zu Frustration auf Lehrer- und Schülerseite.

Dieser Beitrag wird bei Gelegenheit um weitere Details ergänzt.