Eine Songproduktion am iPad in der Klasse 9A

GarageBand – eine Songproduktion am iPad in der Klasse 9A 

Im Rahmen des Musikunterrichts der neunten Jahrgangsstufe an bayerischen Gymnasien genießt die aktuelle Popular-Musik einen hohen Stellenwert. Nach einigen Unterrichtseinheiten zum Thema Songwriting, Mixing (Abmischen bis hin zum dreisten Manipulieren von Tonspuren) und Sampling (Verwenden von kleinen musikalischen Bausteinen aus fremden Songs als Grundlage eines neuen) konnte die Klasse 9A eigene praktische Erfahrung in diesem Bereich sammeln und an den iPads des Dientzenhofer-Gymnasiums mit der App GarageBand eigene Songs produzieren. 

Großer Dank gilt Herrn Hammerschmidt, der die App auf allen iPads installiert hat, sowie den Schülerinnen und Schülern der Klasse 9A, die diese Form des Unterrichts so konzentriert und konstruktiv mitgestaltet haben! Ein besonderer Dank geht außerdem an die vier Autorinnen und Autoren der folgenden Erfahrungsberichte. 

Wolfgang Christandl, StRef 

 

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Im Rahmen des Musik-Unterrichts wurde uns die Aufgabe erteilt mit den von der Schule zur Verfügung gestellten iPads einen kleinen Song zu erstellen und diesen anschließend vor der Klasse zu präsentieren. Um dies zu bewerkstelligen nutzten wir die App GarageBand von Apple, welche es ermöglicht, allerlei Instrumente aufzunehmen, von Orgel über Drums bis hin zur Balalaika ist alles möglich. 

Wir setzten uns also in Paaren zusammen und fingen nach kurzer Einweisung in die Software durch unseren Musiklehrer Herrn Christandl an, einen Song zu „basteln“. 

Die App ist im Sinne der Benutzerfreundlichkeit relativ simpel aufgebaut, zuerst wählt man ein Instrument aus, danach kann durch einen einfachen Tipp auf einen Zufalls-Button eine Melodie oder Drum-Loop generiert werden. Des Weiteren gibt es auch die Möglichkeit auf einem virtuellen Instrument selbst etwas Kurzes einzuspielen, man kann aber auch, sofern man die Möglichkeit hat, mit echten Instrumenten Loops aufnehmen. Bei Einspielen von Gitarrenspuren ist es außerdem möglich, Effekte wie Verzerrung oder Hall über einen virtuellen Verstärker hinzuzufügen. 

Hat man alle Tonspuren aufgenommen geht es ans mixen selbiger. Dies gestaltet sich wiederum sehr einfach, allerdings gibt es diesmal nicht die Möglichkeit, das Ganze automatisch zu veranlassen. Beim Mixen gibt es die gleichen Funktionen wie bei den meisten Programmen dieser Art, man kann einzelne Spuren lauter und leiser stellen, die Geschwindigkeit ändern und die Anordnung der Spuren im Spurpanorama (Verteilung auf den linken oder rechten Lautsprecher) ändern. Bei Live-Aufnahmen, insbesondere bei Gesangsstimmen, besteht die Option, den Track in der Tonhöhe zu verändern. 

Abschließend kann man sagen, dass die Produktion der Songs sehr viel Spaß gemacht hat, es aber noch schön gewesen wäre, wenn man die Möglichkeit gehabt hätte, selbst Instrumente einzuspielen. Das konnten wir aber nicht, da unserer Schule (NOCH?!) die nötigen Adapter fehlen, die man für die Koppelung der Instrumente mit dem iPad bräuchte. 

Niklas Treml, 9A 

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Eines der beliebtesten Sampling-Programme ist die App GarageBand. Mit dieser App haben wir in Gruppen von jeweils zwei Schülerinnen und Schülern gearbeitet. Jeder Gruppe stand ein iPad zur 

Verfügung, auf dem die App installiert war. Der Arbeitsauftrag war, dass wir ein eigenes Instrumental mit GarageBand produzieren. Der Song sollte mindestens drei Formteile besitzen. 

Als erstes erstellten wir einen Beat mit verschiedenen Bestandteilen des Schlagzeugs. Es gab vorgegebene Rhythmen, die wir dann durch verschieben der Instrumente geändert haben. Der Button mit dem roten Punkt aktvierte dann die Aufnahme und wir hatten einen Teil unseres Songs. Danach suchten wir ein anderes Instrument aus, z.B. das Klavier. Wir hatten die Möglichkeit Akkorde selber zu spielen oder über Autoplay einzuspielen. Dies nahmen wir dann auf und konnten es mit dem anderen Teil zusammenmischen. Zudem konnten wir andere Instrumente hinzufügen, wie zum Beispiel Gitarren, Streichinstrumente, Bass etc. Als alle Spuren fertig aufgenommen waren, öffneten wir den Mixer und stellten das Spurpanorama ein. Danach regelten wir noch für jede Spur die Lautstärke und hatten somit unseren Song. 

Jennifer Winter, 9A 

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Im Musikunterricht haben wir mit der App GarageBand gearbeitet. GarageBand ist ein Sampling-Programm, mit welchem es möglich ist, einen eigenen Song zu produzieren. Diese Anwendungssoftware ist zur Musikproduktion für den iOS-Nutzer gedacht, ohne dass ein teures Mischpult verwendet werden muss. Mit dieser App kann man nicht nur Formteile voreinstellen, sondern auch musikalische Bausteine, wie z.B Schlagzeug-Grooves, Bass-Lines, Beckenschläge, Rufe und Gitarren-Riffs einfügen. Mit der Hilfe eines Audio-Interfaces besteht die Möglichkeit weitere Instrumente zum Song aufzunehmen und hinzuzufügen, leider fehlt an unserer Schule zur Zeit allerdings das nötige technische Equipment. Neben typischen Rock- und Pop-Instrumenten kann man auch Gesangsaufnahmen hinzufügen. Vom App-eigenen Soundpool können außerdem unübliche Instrumente wie z.B. Balalaika aufgenommen werden. Mit Garage-Band werden wie bei einer professionellen Aufnahme die Instrumente einzeln aufgenommen und abgemischt. Dabei muss man auf das Spurpanorama achten: Dabei verteilt man die Instrumente auf Lautsprecher, z.B links: Gitarre und Blas-/Streichinstrumente, Mitte: Schlagzeug und Sänger, rechts: Bass und Keyboard. Wie bei einem Mischpult kann man die Parameter wie z.B. die Lautstärke verändern. Mit diesem Programm kann man aber noch viel mehr verarbeiten wie z.B. Klangfarbe. Diese lässt sich so weit verfremden, dass man am Ende nur noch schwer erkennen kann, welches das ursprüngliche Instrument war. Außerdem hat man die Möglichkeit, die Tonhöhen zu verändern. An gängigen Mischpulten kann man im Vergleich dazu nur bestimmte Frequenzbereiche ändern wie z.B. Bässe oder Höhen (Equalizer). GarageBand bot uns eine Möglichkeit, mehr über Musikproduktion zu lernen. 

Teresa und Katarina Hidalgo Gil, beide 9A